Die Blattlaus gehört zur Gruppe der Pflanzenschädlinge und gelten als eine der schlimmsten Plagen im heimischen Garten. Besonders im Frühjahr bei warmen, trockenen Wetter vermehren sich die Weibchen explosionsartig. Ein Befall äußert sich in einem klebrigen Belag an der Blattunterseite, sowie Verkümmerung der Triebe und Kräuselung der Blätter.

Neben den Beeinträchtigungen im Pflanzenwachstum ist - gerade für Hobbygärtner - die unästhetische Komponente von verfärbten und verkrüppelten Partien der Gartenpracht ein erheblicher Störfaktor. Es gibt jedoch verschiedene Möglichkeiten, die unangenehmen Schädlinge abzuwehren.

Die Ansiedlung von natürlichen Feinden der Blattlaus ist ein gängiges Mittel, um die Pflanzen vor einem Befall zu schützen. Beliebt sind Marienkäfer und Florfliegen, die extra zu diesem Zweck gezüchtet und als Larven im Handel erhältlich sind.

Eine Anpflanzung von Kräutern kann ebenfalls gute Wirkung zeigen, beispielsweise Bohnenkraut zur Abwehr der schwarzen Blattlaus und Lavendel zur Abwehr der Rosenblattlaus.

Oft reicht das Abspritzen der betroffenen Stellen mit einem harten Wasserstrahl. Auch das Spritzen von Brennesselsud (1 Kilo Brennnesseln auf 5 l Wasser 24 Stunden einweichen), Tabaksud (ein paar Zigaretten in einem Topf Wasser aufkochen), Seifenlösung (100 g Kernseife auf 2 l Wasser plus 150ml Spiritus) oder Rapsöl zeigen gute Wirkung.

Im Handel finden sich vielfältige systematische Gifte, die über das Gießen oder Besprühen der Pflanzen aufgenommen werden. Wichtig ist hierbei die peinlich genaue Einhaltung der Dosierungs- und Anwendungsanleitungen sowie das Tragen von entsprechender Schutzkleidung und einem Atemschutz.

(TB)

Relevante Kategorien: Allgemein, Garten, Pflanzenschädlinge, Schädlinge.